Im Norden Thailands liegt das kleine Provinznest Pa Ngio (Wiang Pa Pao – Chiangrai) in dem ich es mir seit meiner Pensionierung mit meiner Frau Mon gemütlich gemacht habe.
Die ersten 4 Jahre sind vergangen wie im Flug. Die Lehrjahre wie ich die Zeit nennen möchte haben mir gut getan. Geistig und körperlich. Diese neuen Erfahrungen revolutionierten auch meine Psyche so das ich heute recht unempfindlich gegenüber allerlei Alltagsdingen bin die mir früher ein Graus waren.
Als Technikfreak habe ich mich hier so eingerichtet das nie Langeweile aufkommen kann. Mit mehreren Computern und Wireless wurde das ganze Grundstück vernetzt, von der Gartenlaube (Sala-Thai) bis zum Haus der Schwiegermutter. Auch ein Home-theater gehört dazu.
Natürlich wurden in der Zeit auch viele andere Sinne beeinflusst. Auch der Geruchssinn hat sich den Gegebenheiten ziemlich gut angepasst, so das ich heute z.Bsp. die „Durien“ gut riechen und ertragen kann. Was soll denn auch an dieser „Stinkfrucht“ ekliges sein, es ist doch nur eine Pflanze. Bei den Tieren ist mir bis Dato noch wenig Stinkendes untergekommen außer den Häufchen von Lassie unserer Labrador-Hündin. Doch nun bin ich einem geheimnisvollen bisher undefinierbaren Geruch auf die Spur gekommen, der sporadisch immer wieder mal in der Nähe von elektrischem Gerät auftaucht. Zuerst jedoch ist zu bemerken dass das subtropische Klima hier im Norden Thailands schon außergewöhnliche Temperaturen zumindest in den Sommermonaten mit sich bringt. Auch die Luftfeuchtigkeit hat es in sich. (Klimatisiert haben wir nur Schlaf- und Gästezimmer).
Ich möchte es kurz machen, dieser undefinierbare Geruch kommt von unseren Hausgeckos. Die kleinen Echsen die als nachtaktive Insektenvernichter überall beliebt sind und gerne in der Nähe von Licht die Insekten aufschnappen, kriechen in die feinsten Ritzen und Löcher. Sie sind die Höhlenforscher per Exzellenz, können sich auch fast so flach machen, das man von der Seite gesehen nur noch als Strich sieht. Ihr Nachwuchs schlüpft aus kleinen 4-5mm dicken Eiern und ist dann sofort mit allem versehen was zum Leben eines Geckos gehört. Die Beute dieser Winzlinge sind für das menschliche Auge nicht mehr sichtbar, doch gibt es Sie, sind halt knapp größer als Bakterien. Diese winzige Beute des Gecko-nachwuchs befindet sich überall, vor allem da wo die Putz-wütige Hausfrau nicht hinkommt. Leider wachsen die kleinen Geckos bei gutem Futter schnell. Doch mit wachsender Körpergröße besteht die Gefahr dass der Futterplatz zum Gefängnis wird. Mehrere Geckos haben sich so in Computergehäusen und sogar im Laptop eingeschlossen und sind dann bei eingeschaltetem Gerät bedingt durch hohe Temperaturen elend zugrunde gegangen. Mit entsprechenden Nebenwirkungen.


